Interview mit Peider Weiss von Broadband Networks

Tue, 26 Nov 2019 13:56:54 +0100
In der Changemakers Ausgabe von Reimagine Energy haben wir Unternehmen und Führungskräfte in den Mittelpunkt gerückt, die den Weg für Wandel ebnen. Wie kann man auch in eher konventionellen Branchen Risiken eingehen und jetzt die nötigen Veränderungen für eine klimafreundliche Gesellschaft durchsetzen?

Im zweiten Interview sprachen wir mit Peider Weiss von Broadband Networks.

„Das Energieökosystem muss in der Lage sein, Energie intelligent zu verteilen und zu handeln.“

Name: Peider Weiss

Rolle: Teamleiter Energy Management, Schweiz, Broadband Networks AG

Werdegang: Elektrotechnik mit Schwerpunkt Telekommunikation

  • Berater bei Broadband Networks
  • Schwerpunkt Telekommunikationsstrategien
  • Wechsel ins Energieteam für die Zusammenarbeit mit Kiwigrid

Die Schweizer waren 2014 die Ersten, die ihren selbst erzeugten Solarstrom verbrauchen durften. Benötigen wir nach wie vor flexiblere Regelungen, um Netzwerkinnovationen in der Schweiz zu fördern?
“Die Liberalisierung im Energie- und im Telekommunikationssektor sieht in der Schweiz etwas anders aus als in der EU, da das Land nicht an die Regeln der Gemeinschaft gebunden ist. In der Telekommunikation gibt es zwar kein Monopol, aber nur wenige Wettbewerber auf einem kleinen, konsolidierten Markt mit hohen Preisen im Vergleich zu den EU-Nachbarn.“

Wie sieht die Zukunft der Energiebranche Ihrer Ansicht nach allgemein aus?
“Das Energie-Ökosystem muss in der Lage sein, Energie intelligent zu verteilen und zu handeln. Dazu benötigen sowohl Endverbraucher als auch Netzwerke jede Menge neue Dienste. IoT-basierte Dienste und Smart Meter von Anbietern wie Kiwigrid ebnen den Weg für die energieeffiziente Gesellschaft der Zukunft. Sie kombinieren intelligentes Laden von Fahrzeugen, flexiblen und sicheren Netzbetrieb, Nachfragemanagement, Optimierung des eigenen Verbrauchs und intelligente Energieprodukte. Somit wird Strom ständig in alle möglichen Richtungen fließen, nicht nur in eine. Wir benötigen also intelligente Netze und entsprechende Elemente vor den Zählern, beispielsweise zur Verbrauchsüberwachung sowie andere intelligente Lösungen.“

Was steht dieser Zukunftsvision im Weg?
“Bei der Umstellung von einem linearen Energiesektor mit Wasserfallmodell auf ein dezentraler angelegtes System muss zunächst das Verteilnetz überholt werden. Bei dramatischen Veränderungen zögern Verantwortliche meist, diesen Wandel zu akzeptieren und ihn geschehen zu lassen – ein gutes Beispiel ist der Kohleausstieg in Deutschland.“

Laden Sie jetzt Reimagine Energy: die Changemakers Ausgabe herunter, um kostenlosen Zugang zu folgenden Inhalten zu erhalten:
  • Vollständiges Interview mit Peider Weiss
  • Weitere Interviews mit Matthias Jobst von SOLARWATT, Christian Münch von BayWa r.e. und Sebastian Bachmann von chargeIT
  • Weitere Artikel und Ratgeber, um die Energiewende gut informiert mitzugestalten
Reimagine Energy: die Changemakers Ausgabe
Kiwigrid und Broadband Networks – Vielseitigeres Kundenangebot

2017 stimmten die Schweizer für ein Verbot neuer Kernkraftwerke und die Förderung der Digitalisierung im Bereich erneuerbare Energien. Für die Umstellung auf ein dezentrales Energiemodell wird ein intelligentes Stromnetz benötigt.

Broadband Networks setzt im ersten Schritt auf Kiwigrids Energiemanagementlösungen für Hausbesitzer und Mehrfamilienhäuser. Für letztere hat sich in der Schweiz mit den sogenannten Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV) ein interessantes Geschäftsmodell entwickelt, vergleichbar mit den Mieterstrommodellen in Deutschland. Rund 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung wohnt in Mehrfamilienhäusern.

Broadband Networks kann sich so in verschiedenen Branchen positionieren und hat Zugang zu mehreren wichtigen Marktströmungen.

The post Interview mit Peider Weiss von Broadband Networks appeared first on Kiwigrid.


Kiwigrid GmbH

Was Kiwigrid von seinen Wettbewerbern unterscheidet, ist, dass es nicht nur ein Konzept für das Internet der Dinge verkauft. Kiwigrid bietet branchenübergreifende Wertschöpfung und versteht sich als eine offene Plattform für die Zukunft von Energie und E-Mobilität. Die Kunden von Kiwigrid nutzen die Plattform aus den verschiedensten Gründen, je nachdem, wo sie heute stehen, in welcher Branche sie tätig sind und was sie anbieten wollen. Die Plattform kann ihnen helfen, sich für neue Märkte zu öffnen, ihr Angebot zu diversifizieren und branchenübergreifende Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dafür stellt Kiwigrid ihnen wegweisende Technologien und Dienstleistungen zur Verfügung, die die Energieeffizienz steigern, die Nutzung erneuerbarer Energien optimieren, den Weg für Elektrofahrzeuge ebnen und Stromnetze stabilisieren.